Mein Bolonka wird salonfÄhig



Stubenreinheit


Patentrezepte für die Stubenreinheit Ihres kleinen Bolonkas gibt es leider nicht.
Bedenken Sie, dass Sie ein "Baby" ins Haus geholt haben, das noch nicht trocken ist. Manche Hunde lernen es in drei Tagen, andere in drei Wochen. Dann gibt es auch Extremfälle, wo der Welpe inzwischen schon zu einem Junghund herangewachsen ist, und immer noch nicht begreift, weshalb sich Frauchen oder Herrchen stundenlang die größte Mühe mit der Erziehung zur Stubenreinheit geben. Es wäre eine Überforderung der psychischen Kräfte des Welpen, gleich am ersten Tag zu erwarten, dass man dem Kleinen mit, wenn auch vielleicht, sanfter Gewalt Stubenreinheit beibringen wollte. Bei allem Reinlichkeitsgefühl darf man nicht vergessen, dass doch der Hund in einer ihm völlig fremden Umgebung zuerst einmal orientierungslos ist und er nicht abschätzen kann wohin er mit seinen, in diesem Alter, noch recht häufigen Bedürfnissen, soll!
Um den Wettlauf mit der Welpenblase zu gewinnen, müssen Sie ihn ständig unter Kontrolle haben, um zu ergründen, wie er sich verhält. Die meisten kleinen Hunde drehen sich aufgeregt und schnüffelnd im Kreis. Heben Sie den Kleinen in diesem Moment schnell hoch, dann stopt der Welpe seinen Drang sich zu lösen. Nun bringen Sie ihn so schnell wie möglich zu seinem Toilettenplatz. Sollte in einem unachtsamen Moment dennoch ein Malheur passieren gilt: "Ruhe bewahren!" Brüllen, schütteln und anderes hat da überhaupt keinen Erfolg. Das überlieferte Reinstecken der Welpennase ist kein Erziehungsmittel, sondern nur der Beweis dafür, dass Aberglauben in der Hundehaltung nur sehr schwer ausrottbar ist, da der Hund nicht versteht, warum Sie ihn dieser Prozedur unterziehen. Ausserdem ist diese Methode nicht nur unangenehm für den Welpen, sondern auch äußerst unhygienisch. Hinzu kommt, dass Sie ihn anschließend intensiv säubern müssen.....



Ertappen Sie Ihren Welpen inflagranti, heißt es laut in die Hände klatschen oder ein scharfes "Pfui" zu rufen. Anschließend tragen Sie ihn sofort an die Stelle, an der er sein Geschäft hätte verrichten sollen. Zwischen Tat und Maßregel dürfen nur ein paar Sekunden liegen, damit der kleine Kerl die Erziehungsmaßnahme verstehen kann.
Hernach desinfizieren Sie die besagte Stelle gründlich mit einem für den Welpen unangenehm riechenden Mittel. Schaffen Sie es, dass der Welpe den für ihn vorgesehenen Löseplatz benutzt, dann haben Sie gewonnen und dürfen dieser Freude laut und für den Welpen verständlich Ausdruck geben. Loben, loben, und nochmals loben. Er muss das Gefühl haben, etwas ganz Großartiges vollbracht zu haben. Einen anderen Weg gibt es nicht.
Welpen haben das Bedürfnis sich sechs bis sieben Mal am Tag zu lösen. Es ist für den Welpen mit einem unabweislichen, gewissen Lustempfinden verbunden. Strafen Sie ihn ständig dafür, so ist er nicht in der Lage Ihre Verhaltensweise mit dem Ort seines strafwürdigen Tuns zu verknüpfen und er kommt zwangsläufig zu dem Schluss, dass Sie böse sind, weil er sein Geschäft verrichtet hat! Also wird er daraus folgern, dass Sie es nicht wollen, dass er sich löst. Aber gerade in diesem Alter kann er seinen natürlichen Drang nicht unterdrücken und somit wird er in einen schweren seelischen Konflikt kommen und alles daran setzen, sich bei dieser Notwendigkeit Ihren Blicken zu entziehen. Dann passiert die nächste Bescherung unter der Couch oder ausserhalb Ihrer Reichweite.

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Das bringt dem Welpen zweierlei Erfahrungen:

- dass es in Ihrer Wohnung sehr geeignete Möglichkeiten gibt, wo er hinmachen kann,
   ohne dass Sie es bemerken,
- dass er Ihren Unwillen erregt, wenn er sich löst. Also wird er folgerichtig bei jedem
   Spaziergang alle seine Kräfte zusammennehmen, Ihnen diesen Anblick zu ersparen, und    dann, sobald

Sie wieder zu Hause sind, einen solchen vor Ihren Blicken geschützten Ort    zwecks Befreiung seiner Bedürfnisse aufsuchen. Schließlich will er Ihnen zu Gefallen ja ein braver, liebender Welpe sein.

im Karton

   Züchter empfehlen oftmals den Einsatz von einem    Pappkarton, vor allem in der Nacht. Angeblich will der    Welpe seine unmittelbare Umgebung nicht beschmutzen    und würde sich deshalb melden. Versetzen Sie sich    einmal in die Lage des Welpen, der bisher behütet,    innerhalb seiner gewohnten Umgebung und gemeinsam    mit seinen Geschwistern aufgewachsen ist. Wie wird er    sich wohl eingesperrt, in einem großen Pappkarton,    fühlen?




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Und dann stellen Sie sich die Situation vor, man würde Sie an einem fremden, unbekannten Ort in eine dunkle Kammer sperren. Sicherlich hätten Sie ebenfalls große Ängste und würden die Welt nicht mehr verstehen, was plötzlich mit Ihnen passiert. Dies ist eine nicht zu vertretende Maßnahme, die der Neuankömmling mit einer völligen Fehlverknüpfung verbindet. Er lernt, dass er in seiner neuen Umgebung zur Schlafenszeit eingesperrt wird. Falsche Sanktionen sind unsinnig und werden vom Welpen nicht verstanden! Dadurch lernt er nicht stubenrein zu werden, sondern nur Angst vor Ihnen und seinem neuen Zuhause zu haben. Deshalb sagen wir

Es gibt einfache Regeln fÜr einen Welpen

1. Grundsätzlich nach jedem Fressen, nach dem Schlafen und auch zwischendrin, anfangs stündlich, trägt man den Welpen an eine geeignete Stelle - beliebte Hundetoiletten sind Gras oder Erde. Dort setzt man ihn hin und wartet bis das Erhoffte eintritt.
2. Ein Körbchen direkt neben dem Bett während der Nacht, so dass Sie merken, wenn der Kleine unruhig wird oder sich in einer anderen Form meldet. Wenn Sie und Ihr kleiner Bolonka sich aneinander gewöhnt haben, verstehen Sie auch seine Sprache und können deuten, was Ihr Welpe gerade von Ihnen möchte. Der eine setzt sich irgendwann demonstrativ vor die Tür, wenn er muss, der andere winselt leise und ein Dritter läuft unentwegt umher oder dreht sich im Kreis. Tage und Nächte voller Geduld und Lob zahlen sich aus.

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Wichtige Grundregel:

Verhaltensweisen werden durch Belohnung verstärkt!
Loben Sie Ihren kleinen Bolonka immer dann, wenn er sein Geschäft an der richtigen Stelle gemacht hat. Eines sollten Sie nie vergessen:

Geben Sie Ihrem Bolonka etwas Zeit, denn "Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut!"


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